Hartes Wasser und Kaffeemaschine – was man wissen sollte

Wer in Berlin wohnt und seine Kaffeemaschine alle drei Monate entkalkt, macht das eigentlich zu selten. Das Berliner Leitungswasser hat einen Härtegrad von bis zu 23,9 °dH – das ist fast doppelt so viel wie die Grenze, ab der Wasser offiziell als hart gilt. München liegt bei bis zu 19 °dH, Frankfurt bei 19,7 °dH.

Wer das nicht weiß, wundert sich irgendwann warum die Maschine trotz regelmäßiger Pflege schnell wieder Probleme macht.

Was hartes Wasser konkret bedeutet

Ab 14 °dH gilt Wasser in Deutschland als hart. Das betrifft laut Auswertungen über 40 Prozent aller Haushalte. Besonders betroffen sind Großstädte und Teile des Nordostens – Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den Hochkalk-Regionen.

Wer wissen will wo er steht, findet die eigene Wasserhärte beim lokalen Wasserversorger oder auf wasserhaerte.net.

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Was das für die Kaffeemaschine bedeutet

Kalk selbst riecht nicht. Aber er verändert die Oberflächen im Inneren der Maschine dauerhaft. Raue, verkalkte Flächen bieten Kaffeeölen und Bakterien deutlich mehr Halt als glatte. Das Ergebnis: Die Maschine riecht schneller wieder – obwohl man sie genauso reinigt wie immer.

Das ist kein Reinigungsversagen. Es ist ein Wasserqualitätsproblem.

Konkret heißt das: Wer in einer Hochkalk-Region lebt, sollte den Entkalkungsintervall halbieren. Aus „alle drei Monate“ wird „alle sechs Wochen“. Das klingt viel – ist es aber nicht, wenn man bedenkt dass Kalkablagerungen an Heizstäben die Effizienz messbar senken und langfristig zu Schäden führen.

Was wirklich hilft

Wasserfilter-Kartuschen sind die nachhaltigste Lösung. Sie reduzieren den Kalkgehalt des Wassers direkt am Tank – bevor es die Maschine durchläuft. Die meisten Vollautomaten haben Halterungen dafür, viele Filtermaschinen nicht.

Eine weniger bekannte Alternative: Mineralwasser mit niedrigem Calciumgehalt. Viele Flaschenwässer haben unter 10 mg/l Calcium – verglichen mit Leitungswasser in Berlin, das teilweise über 100 mg/l enthält. Für Menschen mit besonders hartem Wasser und häufigen Maschinen-Problemen ist das keine absurde Überlegung.

Was nicht hilft: denselben Entkalkungsrhythmus beibehalten und sich wundern warum die Probleme trotzdem wiederkommen.