Kaffeemaschine richtig lagern – so bleibt sie geruchsfrei bei langer Nichtbenutzung

Es gibt verschiedene Situationen, in denen eine Kaffeemaschine für längere Zeit nicht gebraucht wird. Umzug, Zweitwohnung, eine längere Reise, oder einfach der Wechsel auf ein anderes Gerät für eine Weile. Was viele dabei nicht bedenken: Eine Kaffeemaschine, die ohne Vorbereitung weggestellt wird, entwickelt fast immer einen Geruch – und der ist nach Wochen oder Monaten deutlich hartnäckiger als nach ein paar Tagen.

Die gute Nachricht ist, dass sich das mit ein paar einfachen Schritten vollständig verhindern lässt.

Warum Lagerung ohne Vorbereitung problematisch ist

Das Problem ist immer dasselbe: Feuchtigkeit. Selbst wenn der Wassertank geleert wurde, bleiben in den internen Leitungen, der Brühgruppe und den Dichtungen Feuchtigkeitsreste. In einem Gerät, das abgestellt und vielleicht sogar in einem Schrank oder Karton verstaut wird, verdunstet diese Feuchtigkeit nicht – sie bleibt.

Über Wochen entwickeln sich daraus Schimmel, Biofilm oder zumindest ein dumpfer Modergeruch, der sich tief in die Gummidichtungen und Kunststoffteile einzieht. Was nach einer Urlaubswoche noch mit einer gründlichen Reinigung zu beheben ist, wird nach mehreren Monaten deutlich aufwendiger.

Kaffeeölrückstände in der Brühgruppe und im Bohnenbehälter werden im Laufe der Zeit ranzig – auch ohne Feuchtigkeit. Sie oxidieren einfach weiter, je länger sie ungestört sitzen.

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Schritt-für-Schritt-Vorbereitung vor der Lagerung

Wassertank vollständig entleeren und reinigen
Nicht nur leeren – auch reinigen. Den Tank herausnehmen, mit warmem Wasser und einer Reinigungsbürste auswaschen, gut trocknen lassen. Wer den Tank feucht einlagert, hat nach der Lagerung mit Sicherheit ein Geruchsproblem.

Reinigungsdurchlauf durchführen
Vor der Lagerung einen vollständigen Reinigungsdurchlauf mit klarem Wasser – kein Kaffee, kein Reiniger – durch die Maschine laufen lassen. Das spült Restwasser und lose Kaffeerückstände aus den internen Leitungen. Danach nochmals mit frischem Wasser nachspülen.

Bei Maschinen, die länger als drei Monate gelagert werden, empfiehlt sich zusätzlich ein Durchlauf mit einem Kaffeemaschinen-Reiniger, um Kaffeeöle aus den Leitungen zu lösen, bevor sie ranzig werden.

Brühgruppe herausnehmen und separat lagern
Bei Vollautomaten mit herausnehmbarer Brühgruppe: Gruppe entnehmen, abspülen, trocknen lassen und separat von der Maschine lagern – am besten an der Luft, nicht in einem geschlossenen Behälter. So kann sie vollständig trocknen und entwickelt keinen Schimmel.

Bohnenbehälter leeren und auswischen
Alle Bohnen und Kaffeemehlreste entfernen. Den Behälter trocken auswischen – nicht nass reinigen, wenn er danach direkt gelagert wird. Kaffeefettrückstände im Behälter werden über Monate hinweg ranzig und sind danach schwer zu entfernen.

Maschine trocknen lassen, bevor sie verpackt wird
Das ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen wird. Die Maschine sollte nach den Reinigungsschritten mindestens einige Stunden – besser über Nacht – offen und an der Luft stehen, bevor sie in einen Karton oder Schrank kommt. Je trockener das Innere bei der Lagerung, desto weniger Geruchsentwicklung.

Wo und wie lagern

Trocken und belüftet ist besser als feucht und geschlossen. Ein Keller mit hoher Luftfeuchtigkeit ist der schlechteste mögliche Lagerort für eine Kaffeemaschine – selbst wenn sie gut vorbereitet wurde. Ein Schrank in einem beheizten Raum ist deutlich besser.

Wenn die Maschine in einem Karton verpackt wird: Deckel und Klappen nicht komplett verschließen, damit noch etwas Luftaustausch stattfindet. Eine kleine Tüte Aktivkohle oder ein Geruchsabsorber in der Nähe der Maschine kann helfen, Restgerüche zu binden, falls sich doch etwas entwickelt.

Neustart nach der Lagerung

Wer die Maschine nach einer längeren Pause wieder in Betrieb nimmt, sollte nicht direkt Kaffee brühen. Erst Wassertank einsetzen, mehrere Spülvorgänge mit frischem Wasser durchführen, Brühgruppe einsetzen und nochmals spülen. Dann einen kurzen Reinigungsdurchlauf, danach nochmals nachspülen.

Der erste Kaffee nach einer langen Pause sollte immer der zweite sein – der erste Brühvorgang reinigt, der zweite schmeckt.